Die japanische Küche
Die japanische Küche lockt durch ihre Frische schon seit Jahrzehnten Gourmet-Freunde aus aller Herren Länder an. Viele Wissenschaftler knüpfen oft eine Verbindung zwischen Art der Zubereitung der verwendeten Lebensmittel und der auffallend hohen Lebenserwartung des japanischen Volkes.
Der Reis – Grundbeilage und Delikatesse in einem
Hauptbeilage und Grundnahrungsmittel der japanischen Küche ist Reis, der als Pflanze “ine” und als ungekochter Reis “kome” genannt wird. Gekocht wird das Getreide von den Japanern “han” genannt, was auch so viel wie Mahlzeit bedeutet. Reis gilt als ein Nahrungsmittel mit einem Erwürdigen Ruf, aus anderen Ländern importiertes Getreide gilt als minderwertig und sein Verzehr als verwerflich. Noch vor wenigen Jahren wurden alternativ oftmals Hirse oder Süßkartoffeln gereicht, da der Reis als Festmahl geahndet wurde und sein Verzehr oft als heilig gesehen wurde.
Einflüsse fremder Kulturen auf die japanische Küche
Im Laufe des Zweiten Weltkrieges brachten die US-amerikanischen Besatzungskräfte das zuvor in Japan unbekannte Brot mit und führten dieses als ein neues Nahrungsmittel aus dem Westen ein.
Die japanische Küche weist zudem viele Parallelen zu der aus ostasiatischen Ländern auf – bedeutendster Unterschied ist jedoch die geringere Dosierung von Gewürzen und Öl. Die Erhaltung des Eigengeschmacks aller verwendeten Lebensmittel ist in Japan von großer Bedeutung.
Von Suppen, saurem Gemüse und Sushi
Seit 1603, dem Beginn der Edo-Periode, nehmen Japaner drei bis fünf Mahlzeiten am Tag zu sich, viele in Form von Suppen. Diese werden aus drei Grundzutaten hergestellt: Getrockneter Thunfisch, Seetang und Shiitakepilzen. Auch sauer eingelegtes Gemüse hat in der japanischen Küche einen hohen Stellenwert. Besonders beliebt sind Chinakohl, Rüben und Gurken, die besonders im Winter verzehrt werden. Das inzwischen auch in Deutschland sehr beliebte Sushi diente den Japanern ursprünglich als eine Konservierungsmethode. Durch das Salzen des Fisches und das Verpacken in fermentierten Reis wurde der rohe Fisch länger haltbar gemacht und konnte so gut gelagert werden.